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Was ist Klimawandel?

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Ursachen

Wachsende Erwärmung
Sea and iceWir stehen heute vor dem Problem, dass die Schicht der Treibhausgase, die natürlich in der Troposphäre entsteht, rapide zunimmt. Dadurch steigt auch die Geschwindigkeit, mit der sich das Weltklima erwärmt.

Die Veränderungen, die Wissenschaftler in der Atmosphäre, in den Meeren und anhand von Eisdecken und Gletschern messen, zeigen eindeutig, dass die Welt sich schon jetzt wegen den in der Vergangenheit ausgestoßenen Treibhausgasen erwärmt.

Die Temperatur steigt, wenn das Klimasystem sich anpasst, um das Gleichgewicht zwischen zugeführter und abgegebener Energie wiederherzustellen. Zusätzlich zu anderen Veränderungen in der Wolkendecke und Windströmungen steigen die Temperaturen und erwärmt sich die Erde.

Bislang war die durchschnittliche Erdtemperatur stabil, aber nun nimmt die Schicht, die das Klima des Planeten reguliert, in nie dagewesener Geschwindigkeit zu. Grund sind die steigenden Emissionen von Treibhausgasen, die den Treibhauseffekt verstärken.

In den vergangenen hundert Jahren (1906 – 2005) ist die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde um etwa 0,74 Grad Celsius gestiegen. Die Rate der durchschnittlichen Erwärmung in den letzten 50 Jahren ist beinahe doppelt so hoch wie in den vergangenen 100 Jahren insgesamt.

Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre
Die Treibhausgase, die die Klimaerwärmung hervorrufen, stammen größtenteils von fossilen Brennstoffen, die aus längst abgestorbenen Pflanzen und Tiere entstanden sind. Durch die gestiegene Erdtemperatur geben auch die Meere Treibhausgase ab.

Das Verbrennen von Kohle, Öl und die Freisetzung von Naturgasen sind weitere von Menschen verursachte Quellen von Kohlendioxid. Zusätzliches Methan wird durch Massenviehzucht, Reisfarmen und Müllhalden produziert.

Außerdem gelangen industriell hergestellte, langlebige Gase wie Fluorkohlenwasserstoffe (FCKWs), Hydrofluorkarbonate (HFCs) und Perfluorkarbonate (PFCs), die in Klimaanlagen und zur Kühlung genutzt werden, in die Atmosphäre.

Beinahe alles, was wir produzieren und verbrauchen, verursacht einen Ausstoß von Treibhausgasen. Viele der Aktivitäten, die Treibhausgase freisetzen, sind heute für die Weltwirtschaft unverzichtbar und bilden eine Grundlage für das moderne Leben: Der Verkehr, benötigt sehr viel Energie. Außerdem sind die Energieerzeugung und der Verbrauch in Häusern und Wohnungen für 30 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

 

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Folgen

Wasser:
MINUSTAH Soldaten helfen Hurrikan-Opfer / UN Photo/Marco DorminoEine der Folgen des Klimawandels wird sein, dass es zwar insgesamt mehr Wasser geben wird, aber nicht überall. Der Klimawandel wird vermutlich dazu führen, dass Stürme, Regen, Überflutungen, Trockenzeiten und Hitzewellen stärker und häufiger auftreten.

In den östlichen Teilen Nord- und Südamerikas, in Nordeuropa und in Nord- und Zentralasien wurden in den vergangenen Jahrzehnten höhere Niederschläge beobachtet. Die Sahelzone, das Mittelmeer, Südafrika und Teile Südasiens erleben dagegen eine Trockenphase. Stärkere und länger andauernde Trockenperioden werden seit den siebziger Jahren in weiten Gebieten beobachtet.

Eine wärmere Atmosphäre ist weniger stabil und sorgt für mehr Niederschlag sowie schnellere Verdunstung. Dadurch sinken Menge und Qualität der Frischwasserreserven. Windströmungen und Sturmrouten werden sich vorrausichtlich ändern und Hitzewellen nehmen zu. Die Intensität – nicht aber die Häufigkeit – tropischer Wirbelstürme wird durch höhere Spitzengeschwindigkeiten und stärkere Regenfälle voraussichtlich steigen.

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Die Tier- und Pflanzenwelt ändert sich
Silberreiher im Vogelreservat Mysore, Ranganthittu, Indien / UN Photo/John IsaacDie Tier- und Pflanzenwelt sowie die Artenvielfalt sind bereits durch die Zerstörung von Lebensräumen und andere, vom Menschen verursachte Belastungen, bedroht.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits in empfindlichen und entlegenen Ökosystemen der ganzen Welt spürbar, wie etwa bei Korallenriffen und in Bergregionen. Die sich wandelnde Meeresumwelt destabilisiert Korallenriffe, die besonders empfindlich auf Veränderungen der Temperatur und des Wassersäuregrades in ihrem Umfeld reagieren.

Weltweit sind 20 bis 30 Prozent der Arten gefährdet, da die Tier- und Pflanzenwelt mit neuen Herausforderungen durch den Klimawandel umgehen muss.

Der Meeresspiegel steigt
Eine weitere Folge der globalen Erwärmung sind die höheren Meerestemperaturen, die Auswirkungen auf das Leben in den Meeren und das Ansteigen des Meeresspiegels haben. Die Eisschichten in den Polarregionen werden allmählich dünner.

Der Meeresspiegel ist im 20. Jahrhundert bereits um etwa 17 Zentimeter gestiegen. Geologische Beobachtungen zeigen, dass der Anstieg in den vergangenen 2000 Jahren sehr viel geringer war. Auch die Schneedecke vermindert sich in den meisten Gebieten und Berggletscher schmelzen ab.

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Direkte Folgen für den Menschen:

Ein Nomade mit seinem Sohn in Darfur / UN Photo/Stuart Price

Der Klimawandel verändert das Katastrophenrisiko. Dies geschieht zum einen durch die erhöhte wetterbedingte Gefährdung, steigenden Meeresspiegeln und Temperaturen. Durch die Knappheit von Wasser, Kulturland und Ökosystemen sind die Menschen zusätzlich gefährdet.

Luftverschmutzung verkürzt das Leben eines Europäers im Durchschnitt um 8,6 Jahre. Es ist erwiesen, dass die ärmsten Gesellschaften am verwundbarsten gegenüber dem Klimawandel sind, weil sie weniger Mittel haben, um sich zu schützen. Küstenbewohner, Naturvölker und Landwirte, für die die Landwirtschaft die Lebensgrundlage darstellt, sind besonders gefährdet. Der Klimawandel ist außerdem eine neue und schwerwiegende Bedrohung für die Volksgesundheit. Als Folge der Klimaerwärmung wird die Verbreitung ansteckender Krankheiten, wie Malaria, die aktuell 2,5 Millionen Menschenleben pro Jahr fordert, voraussichtlich in Zukunft noch weiter steigen. Ebenso wird erwartet, dass Unterernährung zunehmen wird.

Viele Menschen sterben an den Auswirkungen von Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel hervorgerufen werden. Davon entfallen 96 Prozent der Todesfälle in den letzten Jahren auf Entwicklungsländer. Es wird außerdem mit einer steigenden Anzahl von Flüchtlingen durch Naturkatastrophen gerechnet.

Der am meisten vom Klimawandel betroffene Bereich ist die Landwirtschaft. Landwirtschaft ist gleichzeitig auch die Haupteinnahmequelle für die meisten armen Menschen auf dem Land. Ernteausfälle und Viehsterben verursachen hohe wirtschaftliche Verluste, die folglich zu höheren Lebensmittelpreisen führen und immer häufiger die Nahrungssicherheit untergraben.

Es ist allgemein anerkannt, dass der Klimawandel möglicherweise schwerwiegende makroökonomische, steuerpolitische und finanzielle Folgen haben wird.

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