Erste emissionsfreie Polarstation eröffnet
Mittwoch, 18. Februar 2009 um 00:00 Uhr
Mit der Eröffnung der ersten Polarstation am 15. Februar 2009, die nur durch erneuerbare Energien betrieben wird, ist die Welt dem Ziel einer nachhaltigeren Entwicklung näher gekommen. Die „Prinzessin Elisabeth Wissenschaftspolarstation“ in der Antarktis funktioniert nicht nur emissionsfrei, sondern wird außerdem durch Solar- und Windenergie betrieben. Außerdem wird der gesamte Müll der Station recycelt.
Der Initiator und die treibende Kraft hinter der Station ist Alain Hubert, ein renommierter belgischer Forscher, Umweltschützer und belgischer UNICEF-Botschafter. Außerdem hat er an weltweiten Bergsteigerexpeditionen teilgenommen und dabei den Nordpol, Südpol und die Spitze des Mount Everest’’s bestiegen. Durch seine Polarexpeditionen hat er die Öffentlichkeit auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam gemacht und gegen globale Erwärmung mobilisiert. Laut Hubert ist „die Antarktis der Ort auf der Welt, wo die Verbindung zwischen Treibhausgas-Emissionen und Temperaturanstieg entdeckt worden ist“. Im Winter 2007/2008 verbrachte Hubert vier Monate damit, die neue Polarstation im Herzen des Dronning Maud Lands aufzubauen, zwischen der russischen Novolazarevska-Station und der japanischen Syowa-Station. Die Materialien und Technologien der Station sind nach ökologischen Konstruktionsprinzipien ausgewählt worden, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Polarstation kann bis zu 20 Personen für vier Monate im Jahr (von November bis Februar) unterbringen und ist nicht nur für Wissenschaftler aus Europa, sondern auch für Forscher aus anderen Kontinenten geöffnet.
(Foto: International Polar Foundation)
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